Der wahre Geist des österr. Journalismus?

auf meinen offenen Brief an die österr. Presse doch mit einem ebenfalls offenen Auge auf die Vorgänge zu den Boykott-Aufrufen des Eurovisions-Songcontests zu blicken, die da mit sehr kritischen Argumenten von der Seite eines Peter Gabriel oder Sigur Ros, Paloma Faith, Brian Eno, Paul Weller, Primal Scream, Massive Attack und 1.000 anderen Künstlern aus aller Welt kommen, schrieb mir doch der österr. DJ, Musikjournalist und Konzertbesucher Samir Köck zurück: „Schieb dir das in den Arsch” ... für einen Menschen, der in seiner Vita stehen hat, er gehöre zu den renommiertesten Musikjournalisten des deutschsprachigen Raumes und der Paul McCartney, Amy Winehouse oder Leonard Cohen interviewt hat, zeigt dieser Satz entweder seinen wahren Charakter oder schlicht seine Unfähigkeit sich mit Kritik, egal welcher Form auseinander zu setzen, vielleicht aber auch beides. Daran ändert dann aber auch das kürzlich an ihn verliehene Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst wenig. Seine derb-dürftige Antwort spiegelt aber generell die Unfähigkeit des österreichischen Journalismus (und der Politik!) wider, sich mit dem unhaltbaren Vorgehen der IDF, und den angeordneten Massenmorden und Genozid durch die israelischen Zionisten im Nahen Osten endlich kritisch - und nicht einseitig - auseinander zu setzen, ohne sofort wieder den überstrapazierten und in diesem Falle völlig unangebrachten Terminus „Antisemitismus” auszupacken! Das barbarische Wüten von Netanjahu, Ben-Gvir & Co. wird nämlich auch von sehr vielen gläubigen Juden auf das Schärfste verurteilt!

Mein mail an Köck mit einem großen Fragezeichen zu seinen Worten, beantwortete er dann doch tatsächlich so: „Ich schätze das, was Netanyahu macht. Er ist genau der Richtige für diese Zeit…” dazu fällt mir nur eines ein: Rock n Roll is dead!

Ich habe Köck eigentlich immer sehr geschätzt, seine legendären „Planters Club”-CDs gesammelt und mit Spannung seine Konzertkritiken gelesen (die ich oft auch mit ihm im Geiste „geteilt” habe), waren wir doch sicher gut hundert mal bei Konzerten in den selben Hallen und Räumen und nun stellt sich der gute Mann als Sympathisant eines zionistisch-faschistischen Regimes heraus, welches hunderttausende Kinder, Frauen, Alte, Ärzte, Sanitäter, Uni-Professoren und JOURNALISTEN und MUSIKER ausrottet ... tja ... „the times they are a-changing”

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