Foto: my home & castle / „CROSSFIRE HURRICANE”, so heisst der neue Jamaica-Rum in 2 Qualitätsstufen „Gold” & „Reserve”, den die ROLLING STONES aus einer neu gegründeten Rum-Company jetzt mit viel Scheinwerferlicht in die Weltmärkte schleusen, nachdem die erste Präsentation in 8 US-Bundesstaaten im Herbst 2023 fast zum Rohrkrepierer wurde, da zur gleichen Zeit auch das aktuelle Album der Stones „Hackney Diamonds” veröffentlicht wurde und obendrauf auch noch eine Tour zum neuen Album in Planung war. Wie ich gerne zu sagen pflege „Ois geht ned!”: Das Album wurde ein Welterfolg, die Tournee musste eingestampft werden, die Rum-Offensive missglückte, wurde aber nicht aufgegeben, sondern eingebremst. Mick & Keith holten sich dann Anfang 2025 die allerbesten am Spirituosenmarkt ins Boot und investierten nochmals so richtig schweres Geld in einen Relaunch, der jetzt aufzugehen scheint („Crossfire Hurricane” ist ein 100%-iges Rolling Stones-Unternehmen, aus Steuergründen registriert in Holland). Ich habe den Rum (nachdem ich im Herbst subskribiert hatte) vor 3 Tagen erhalten, es gibt „die Ware” mittlerweile aber auch im ausgesuchten Spirituosen-Fachhandel! „Der Stoff” ist ein reiner jamaikanischer Blend aus 4 „small batches” der besten jamaikanischen Rum-Häuser: Worthy Park Estate, Hampden Estate, Clarendon Distillery und Long Pond.
Mit Jamaika sind die Stones seit 1972 sehr eng verbunden. Nachdem sie 1971 ins Steuer-Exil an die Cote dÀzur flüchten mussten (und dort das Kult-Album „Exile On Main St.” im feuchten Keller von Keith Richards sagenumwobener Villa Nelcote bei Nizza aufnahmen), gingen sie dann auf eine sehr lange US-Tournee und kehrten auch 1972 nicht nach England zurück, sondern machten sich teilweise auf der Karibikinsel seßhaft, nachdem ihnen die jamaikanische Regierung als einziges Land (neben der Schweiz) angeboten hatte, sich auf der Insel niederzulassen (Charlie Watts blieb einige Jahre in Frankreich). Mick und Keith erwarben wunderbare Häuser, so lebte Keith Richards viele Jahre hoch in den Hügeln über Ocho Rios. Die Stones kamen auf Jamaica gerade zu einer Zeit an, als „es” dort passierte! Jimmy Cliffs „The Harder They Come” wurde aufgenommen, Peter Tosh, Bunny Wailer und Bob Marley produzierten mit Chris Blackwell als „The Wailers” ihr Album „Catch A Fire” auf dem Kult-Label „Tuff Gong” (in Co. mit Blackwells „Island Records”), auch „Black Uhuru” wurden gegründet, und plötzlich war „the greatest Rock n Roll band in the world” auf der Insel! Schnell wurden enge Bande zwischen all den Genannten geschlossen und die Stones wähnten sich im Himmel. Das beste Gras der Welt, der beste Rum der Welt, die beste Musik der Welt und das beste Wetter der Welt, und das alles auf einer Insel ... die Stones beschlossen, hier ein weiteres - ihr elftes - Album aufzunehmen, und mieteten ab November für einen Monat das beste Studio der Insel „Dynamic Sounds”. Zu dieser Zeit steckte Keith Richards allerdings schon sehr tief in seiner Heroin-Sucht und auch Mick Jagger war jetzt auf Heroin, allerdings rauchte und schnupfte er „nur” und setzte sich niemals einen einzigen Schuss, die Wirkung war aber ähnlich. Auch der um einige Jahre jüngere Stones-Gitarrist Mick Taylor war damals schwer heroinabhängig. Bassist Bill Wyman konnte mit dieser fast katastrophalen Situation nicht umgehen und hatte es satt im Studio stundenlang darauf zu warten, dass die drei Junkies von ihrem high so weit herunter kamen, dass aufgenommen werden konnte. Er ist deswegen auch nur auf drei Songs des Albums zu hören, die restlichen Bass-Lines spielten Keith Richards und Mick Taylor ein. Mit „Angie” als Single, das in allen Hitparaden weltweit Nr.1 wurde, zog auch die LP „Goats Head Soup” an die weltweiten Spitzen der Charts. Es sollte das letzte Album sein, welches der legendäre Produzent Jimmy Miller für die Engländer aufnahm. Miller produzierte für die Stones „Beggars Banquet” (1968), „Let it Bleed” (1969), „Sticky Fingers” (1971), „Exile on Main St.” (1972) und verpasste der Band auf seinen 5 Alben für sie ein völlig eigenständiges Profil, was viel später nur mehr dem legendären Kanadier Daniel Lanois mit U2 gelang, der 6 Alben für die Iren produzierte! Wenn man heute meint „der typische Stones-Sound” oder „der typische U2-Sound”, dann ist das unumstösslich mit diesen beiden Namen verbunden: Jimmy Miller/Stones und Daniel Lanois/U2. Diese beiden Ausnahme-Techniker modellierten die beiden größten Bands der Rock-Geschichte! PS: Jagger hat auf diesem Video mit Peter Tosh (der damals auf „Rolling Stones Records” erschien!) keine „Augenentzündung”, sondern vermutlich vor der Aufnahme von Bassist Robbie Shakespeare einen gewaltigen „Ofen” umgehängt bekommen 🤣 https://www.youtube.com/watch?v=R6z_qanBMHA hier Keith über und in Jamaica: https://www.youtube.com/watch?v=xvc7pE0AYIE + Keith https://www.youtube.com/watch?v=biGm7nUgisA&list=RDbiGm7nUgisA&start_radio=1
